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Nach dem Arbeitsschutzgesetz ist jeder Arbeitgeber dazu verpflichtet, für die erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen Sorge zu tragen. Ein wichtiger Bestandteil ist hierb die Durchführung arbeitsmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen durch den Betriebsärztlichen Dienst, um arbeitsbedingten Erkrankungen vorzubeugen.

Durch die am 23.10.2013 in Kraft getretene, geänderte Verordnung zu Arbeitsmedizinische Vorsorge (ArbMedVV) werden die Pflichten von Arbeitgeber und Betriebsärzten geregelt. Dadurch wird Transparenz über die Anlässe für Pflicht- und Angebotsvorsorge geschaffen, Datenschutzrechte gesichert sowie das Recht der Beschäftigten auf Wunschvorsorge gestärkt.


Hierbei können Sie folgende Formen in Anspruch nehmen:

Pflichtvorsorge: Bei gesundheitsgefährdenden Tätigkeiten (z.B. berufliche Strahlenexposition oder Umfang mit inektiösem Material)

Angebotsvorsorge: Beratung der Belegschaft bei bestimmten gesundheitsgefährdenden Tätigkeiten (z.B. Bildschirmarbeitsplätzen, Schichtarbeit oder Lärmentwicklung über 80 dB)

Wunschvorsorge: Auf Wunsch des Beschäftigten seitens des Arbeitgebers bereitzustellende arbeitsmedizinische Untersuchung und/oder Beratung

Zudem werden unterschieden:

Erstuntersuchung: Vor Aufnahme einer bestimmten Tätigkeit (z.B bei Infektionsgefahr oder Strahlenbelastung nach der Röntgen- bzw. Strahlenschutzverordnung)

Nachgehende Untersuchung: Nach Beendigung von Tätigkeiten, bei denen noch nach Jahren gesundheitliche Schäden auftreten können (z. B. krebserzeugende Materialien)

Einstellungsuntersuchungen (nach TVL, TVÄ): Vor Abschluss eines Arbeitsvertrages, um die Tauglichkeit für die vorgesehene Tätigkeit festzustellen (Eignungsuntersuchung). Der Betriebsarzt unterliegt hierbei der ärztlichen Schweigepflicht. Eine Ergebnismitteilung an den Arbeitgeber darf ausschließlich bei Einstellungsuntersuchungen erfolgen und beschränkt sich auf die Beurteilung (z.B. "gesundheitlich geeignet", "nicht geeignet" oder "mit Einschränkungen geeignet") für die entsprechende Tätigkeit. Die Bescheinigung enthält keine Symptome oder Diagnosen.

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